wie weiter?

TagebuchKommentare für diesen Beitrag sind deaktiviert.

Du bist hier:wie weiter?

Meine Frau meint, ich solle mir die ganzen schlechten Gedanken von der Seele schreiben…

Eigentlich habe ich keine Lust zum schreiben, schon gar nicht per Hand und in Schönschrift. Ergo Blog.

So langsam entwickeln sich Hassgefühle. Auf denjenigen „Kumpel“, der die Sache breit getragen hat. Ich gehe davon aus, dass ihm nicht bewusst ist, was er angerichtet hat. Jedenfalls muss ich noch Näheres zu dieser Person herausfinden, er soll eine ebenso schreckliche Nachricht erhalten wie wir: „dein Kind wird die weggenommen werden…“!

Ich hab übrigens am Freitag gleich auf dem Jugendamt angerufen und um psychologische Unterstützung gebeten. Allein werden wir das sicher nicht schaffen. Es ist, als hätte dir jemand die Diagnose gestellt, dass dein Kind innerhalb der nächsten 6 Monate sterben wird. Einfach nur zum heulen. Bei so vielen Kleinigkeiten muss ich an die Maus denken, und daran, dass wir nicht mehr erleben werden, wie sie laufen und sprechen lernt, aufwächst, vielleicht sogar eigenen Kinder haben wird…

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass das Jugendamt mit der derzeitigen Situation überfordert ist.

Ich muss einfach daran glauben, dass derjenige, welcher beim Jugendamt vorgesprochen hat NICHT der Vater ist. Am 6. Mai die Zustimmung der Mutter zum Gentest erwartet. Sollte sie nicht zustimmen, bliebt uns mehr Zeit mit der Maus, da der Mann dies erst einklagen muss. Vielleicht kann man daraus den Anspruch auf Sorgerecht zum Wohle des Kindes ableiten… die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Murphys Gesetz hingegen besagt, dass nichts Gut wird. Vielleicht können ja mal diejenigen, die an irgendwelche Götter glauben für uns ein gutes Wort bei jenen einlegen!

Werden wir nach dieser Aktion je wieder ein Kind adoptieren können – oder ist unser Traum einer Familie damit endgültig gestorben?

Dazu passt eine kleine Geschichte, die ich vor ein paar Monaten geschrieben habe: Himmelbeeren

Über den Autor:

Oben